Warum sich Richtungswechsel lohnen

Wenn andere sagen „Das geht nicht“, bedenke: Es sind ihre Grenzen und NICHT deine! Dieses Zitat beschreibt meinen Weg wirklich treffend und ich glaube ganz fest daran. Warum ist diese Überzeugung so tief in mir verankert?

Weil ich immer wieder genau solche Erfahrungen machen durfte. Mehrfach habe ich meinem Leben eine andere Richtung gegeben, immer begleitet von „Das geht doch so nicht!“-Einwänden im Außen. Meine Ängste und Zweifel reisten natürlich immer mit im Gepäck. Doch wenn wir uns trauen und unseren Weg „trotzdem“ gehen, kann uns das vor allem eines schenken:  Vertrauen in uns selbst und unsere Fähigkeiten. Auch wenn der Weg zwischendurch anstrengend und sehr holprig sein kann.

„Don’t let the limitation of others limit your vision.“

Roy T. Bennett

„Willst du nicht lieber erst mal was Richtiges lernen und arbeiten?“

Nach dem Abitur habe ich (schulisches) Lernen, Lernen sein lassen und mich auf den Weg in die Welt gemacht. Erst verbrachte ich ein Jahr in London und dann zog es mich für mehrere Monate nach Südafrika. Abenteuer und Entdecken! Begegnungen mit Menschen und der Hunger nach Leben waren mein Antrieb. Das Leben hat mich hier nicht enttäuscht und mir jede Menge Freiheit, Unbeschwertheit und tiefe Freundschaften beschert.

„Das ist doch verrückt: mit Abi? Verschwende doch nicht deine Möglichkeiten!“

Bei meiner Rückkehr nach Deutschland die große Frage: Was mach ich jetzt? Ich hatte schließlich Abi…studieren sollte nach Meinung der meisten die logische Konsequenz sein. Die Erkenntnis, dass es das (erst mal) nicht für mich ist, kam für mich schnell. Aber irgendwas wollte ich schon lernen. Meine Entscheidung: eine Ausbildung zur Köchin in der Gastronomie. Meine Mutter zweifelte an meinem Verstand! Ich hab´s trotzdem gemacht. Es war rückblickend eine schöne Zeit. Es war eine harte Schule, in der Mitte hätte ich fast geschmissen. Aber mein Weg war bereichernd durch die vielen großartigen Menschen, denen ich in diesem Umfeld begegnen durfte und von denen ich bis heute einige meine besten Freund:innen nennen darf.

„Das kannst du doch nicht machen, du versaust dir die gesamte Karriereleiter!“

Fast 7 Jahre verbrachte ich in Hotellerie und Gastronomie. Ich arbeitete viel und oft bis zur Erschöpfung. Wir feierten auch viel und intensiv – hey, keiner kann das besser als Gastronomen! Ich erhielt Führungsverantwortung, leitete Teams und durfte Mitarbeiter schulen. Aber die Zeit zeigte mir auch: Ja cooles Umfeld! Aber auch mega anstrengend und nicht besonders wertschätzend. UND: von dem Mitarbeitertrainingsding will ich noch mehr! Mehr darüber wissen und mehr davon machen. Trotz sicherer Stelle und unter für die Branche guter Gehaltsentwicklung habe ich einen Cut gemacht. Ich kündigte und fing mit knapp 30 an in Vollzeit Wirtschaftspsychologie zu studieren. Noch mal ins Studentenleben werfen. Freiheit im Tausch gegen eine gewisse Unsicherheit. Es war herrlich!

„Na dann schließt du das Studium sowieso nicht mehr ab!

Während des Studiums kam der Kinderwunsch begleitet von der Sorge, ob das denn geht und ob wir das wirklich machen sollen. Was soll ich sagen? Wir haben es gewagt und
hochschwanger habe ich im Sommer Klausuren geschrieben. Ein paar Wochen später hielt ich meinen ersten großen Schatz im Arm. Das Studium setzte ich für zwei Semester auf Halt. Was ich erlebte, waren Mutterglück und Mutterfrust, Freude und Tränen, Liebe und Enttäuschung, alles so nah beieinander. Mein altes Selbst zerbrach in tausend Teile. Ich habe es verabschiedet, mich aus den Scherben neu zusammengesetzt und anders definiert. Nun war ich Mama. Ich war plötzlich ganz anders, aber immer noch dieselbe. Wer hätte gedacht, dass ein so winziges Wesen mich so durcheinander wirbelt und all das bewirken kann?

Es folgte studieren mit Kind auf dem Schoß, nicht immer leicht, aber frei von jeglichem Arbeitgeberdruck in der ersten Zeit mit Kind. Und der Abschluss?
Den habe ich natürlich gemacht: Wirtschaftspsychologin B.A. Und war zu Recht mächtig stolz!

„Um Gotteswillen, du findest niiieee den Neueinstieg in den Job mit Kind!“

Das wollte ich nicht glauben und schickte Bewerbungen raus. Teilzeit, direkt nach dem Studium und dann auch noch mit Kind! Mein „Nicht-glauben-wollen“ wurde belohnt und ich stieg im Personalbereich eines Mittelstands­unter­neh­mens ein. Später folgten Tätigkeiten im Bereich Training und Entwicklung, so wie ich sie mir vorgestellt hatte: Trainingspläne entwerfen, Workshops kreieren und halten, mich selbst fortbilden durch Coaching- und Hyp­nose­aus­bil­dung. Ich durfte Menschen begleiten, in ihrer Entwicklung unterstützen, beim Wachsen erleben. Unbeschreiblich erfüllend!

„Was? Du und noch mehr Kinder? Never! Dazu liebst du das Arbeiten zu sehr“

Privat folgte ein weiteres Herzenskind. Begleitet wurde diese Schwangerschaft und die erste Zeit mit zwei Kindern von dem überraschenden Wunsch, die Familie noch mehr wachsen zu lassen. Das klang verrückt, waren wir doch so lange noch nicht mal sicher gewesen, ob wir überhaupt mehr als ein Kind wollen. Und nun drei? Doch das Universum hörte genau hin und schenkte uns den gewünschten Trubel im Bonusformat: Zwillinge!!! Und das so kurz nach dem letzten Kind! Die Freude war zwar groß, aber Zweifel, Ängste und Überforderung wurden auch noch mit drauf gepackt. Völlige Neusortierung in mir und der gesamten Familie. Gleichzeitig brachte das Leben als Großfamilie eine unerwartete Welle von Liebe und Zusammenhalt mit sich. Und immer wieder Momente von unendlicher Dankbarkeit für dieses wertvolle Geschenk, das sich Familie nennt.

„Mit 4 Kindern muss man halt auch einfach mal mit dem Hintern zu Hause bleiben und das tun was getan werden muss!“

Es gab trotz großem Familienglück eine leise Stimme in mir, die zunehmend lauter wurde – der Wunsch mein eigentliches Herzensthema nach vorne zu bringen: Frauen und Mütter begleiten und stärken. Hinzu kam wieder mal eine Erkenntnis: Dass, wenn ich selbstbestimmt arbeiten und im Einklang mit meiner Familie leben möchte, mich aber gleichzeitig beruflich verwirklichen und die mir wichtigen Themen in die Welt tragen will, eine Selbstständigkeit die einzig logische Konsequenz ist. Also habe ich 2020 gewagt, was viele für völlig bescheuert hielten. Ich habe mich selbstständig gemacht. Als Mutter von 4 Kindern. Die Zwillinge beim Start weniger als ein Jahr alt.
Warum erzähle ich dir das alles?

Weil ich mich selbst feiern will?
Weil ich mich für supertoll und „besser“ halte?
Weil mein Weg Vorbild für DEINEN Weg sein soll?

Nein. Wie vermessen wäre das denn? Ganz im Gegenteil.

Ich bin nicht special. Oder eben doch. But so are you!
Du KANNST deinem Leben zu jeder Zeit eine neue Richtung geben! Glaub mir, es ist möglich. Alles was du dafür brauchst, liegt in dir verborgen. Das Einzige, was dir möglicherweise fehlt, ist der Kontakt, der Zugang zu deiner inneren Kraft.

 

Wenn du ein klares JA! für dich und deinen Weg in deinem Herzen aussprichst, dann finden wir gemeinsam Möglichkeiten, diesen zu gehen. Das ist nicht zwingend leicht. Das passiert nicht immer ohne Anstrengungen und Tränen. Aber es ist es immer wert!

 

 

Den Kontakt zu dir und deiner inneren Kraft zu finden, dabei unterstütze ich dich gerne!

Sei die, die du bist.
Sei die, die du sein willst.

Und vergiss nicht:
You ARE a wonder:woman!
wunderbar.einzigartig.du.

2 Kommentare zu „Warum sich Richtungswechsel lohnen“

  1. Ich bewundere dich. Du hast es trotz aller Steine geschafft. Ich möchte mir gerne von dir helfen lassen. Gehen wir ein Stück des Weges gemeinsam.

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